Naturschutz-Umweltschutz-Klimawandel
 
Postwachstum – Wachstumskritik …

Postwachstum – Wachstumskritik …

Wenn wir das Wachstum nicht mit eigenen Maßnahmen verlangsamen, wird die Natur das für uns tun.” (Dennis Meadows, Club of Rome)

Alles (in der Natur) hört irgendwann einmal zu wachsen auf, nur nicht unsere Wirtschaft.

Es passt scho. Alles bleibt besser?

Es wird keine “Weltrettung” geben ohne Systemwandel, so die langsam wachsende Erkenntnis.

Top down oder Bottom up, das ist die Frage. Veränderung von oben nach unten oder von unten nach oben? Von beiden Seiten gings vlt schneller?

Warum wir diesen Wandel aber selbst (warum ich?) in die Hand nehmen müssen und warum wir dabei nicht auf die Politik oder die Konzerne zählen bzw warten können, darüber darf hier nachgedacht werden.

Tun wir’s für die nächste Generation, für unsere Kinder, für wen auch immer – aber tun wir’s.

In diesem Blog gibt’s Infos, Fakten und Philosophisches – ein kunterbuntes Sammelsurium zum Nachdenken, Durchdenken, Weiterdenken (Eigenrecherche empfohlen).

Was bedeutet Postwachstum?

Postwachstum ist eine ökonomische Denkschule, die sich vom Gedanken unendlichen Wachstums verabschiedet und an dessen Stelle ein Gesundschrumpfen stellt. Der Gedanke ist dabei, dass wir unseren Konsum verringern und dementsprechend auch weniger produzieren müssen. Nachhaltiges Wirtschaften, um unsere ökologischen Lebensgrundlagen nicht zu zerstören und friedvoller und gerechter miteinander zu leben, rückt damit in den Fokus.” …

Während die einen (weil Systemprofiteure, Pfründeverteidiger, Gutgläubige, Veränderungsresistente) seit Jahrzehnten gebetsmühlenartig alles nachplappern und damit den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang festschreiben und ein Loblied auf die Globalisierung singen, sehen andere darin das soziale Dilemma und die ökologische Katastrophe – immer mehr Menschen suchen daher nach neuen Wegen.

Jeder hat seine eigene Sicht auf die Welt – und wir haben die Freiheit, uns zu entscheiden, wem wir folgen, wen wir wählen, wie wir handeln, wie wir leben (wollen) und wie wir unser Einkommen verwenden (für Konzerne oder in der Region). .

Der Konstruktivismus erklärt wissenschaftsbasiert das Wahrnehmungsverhalten und die Wirklichkeitskonstruktion des Menschen. Vielfältige Information, Kommunikation, Reflexion, selber Denken kann die Sicht auf die Realität erweitern, wiewohl es immer nur einzelne Ausschnitte davon sind.

Eine Herausforderung im Diskurs sind oft die unterschiedliche Wirklichkeitswahrnehmung, der Informationsstand und die Werte der Menschen. Freiheit des Denkens und Vielfalt an Wissen, das gilt auch in diesem Blogbeitrag …

Nano Doku: Der große Umbau – Ist die Energiewende noch zu retten? (3sat Mediathek). Die Auseinandersetzungen zwischen Artenschutz, gesellschaftlichem Konsens und Klimaschutz spitzen sich zu. (…Wachstum geht unbebrochen weiter, Flüge, Kreuzfahrten, SUVs …..)

3sat Kulturzeit 6.12.22 Konsumverzicht als Gewinn. Die Weltverbesserer.

Kampf gegen den Klimawandel. Abschied von Wachstum und Wohlstand. (ServusTV 27.11.22, Thema2 im Duell der Meinungsmacher)

Lüge und Wahrheit – Die Macht der Informationen. (DokuReihe, zdfInfo, Nov22): Geht es um Macht, Geld oder Krieg stirbt die Wahrheit oft zuerst. Die Doku-Reihe erzählt, wie mit Lügen Geschichte gemacht wurde und welche Rolle die Medien bei Propaganda und Wahrheit gespielt haben.

Ungleichheit steigt: Konzerne und Superreiche sind Gewinner der Krisen. (DerStandard.at, 16.1.23)

Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?” Diese nicht unberechtigte Frage stellt sich die deutsche Journalistin Sara Weber. Ein Vorabdruck.

Welt im Krisenmodus: Ist die Globalisierung am Ende? EcoSpezial/ORF, 17.11.22

Interview mit dem Harvard-Ökonomen/Kenneth Rogoff übers Geld und den Markt (Standard Okt22).

Sachbuch “Das Ende des Kapitalismus” von Ulrike Herrmann.

Ulrike Hermann, Journalistin und Wirtschaftsexpertin stellt fest: Weiterwachsen ohne Verzicht und ohne weiteren Schaden anzurichten ist nicht (mehr) möglich. Der NewGreanDeal der EU ist eine Illusion, weil es kein “grünes Wachstum” geben kann. (Siehe dazu auch hier, zB Ökolügen oder auch die Sache mit den E-Autos oder SUVs, weitere Eigenrecherche empfohlen.). Definition Grünes Wachstum. Nachhaltigkeit.

Wachstum ist nicht nur ein Ausdruck für die Gier des Menschen, der Wachstumszwang fußt auf 3 Mechanismen, die ganz spezifisch sind:

*Kreditvergaben mit Zinsen und Rückzahlung ist nur bei Wachstum möglich

*Ohne Gewinne keine Investitionen/dh Wachstum=Gewinne

*TechnFortschritt braucht Wachstum für Vollbeschäftigung (hohe Arbeitslosigkeit ohne Wachstum durch Innovation, Technologie und aktuell die hochgepriesene Digitalisierung)

Frage: Wer sind denn nun die größten Systemgewinner und Profiteure des Wachstumswahns? Kredite/Zinsen, Investitionen/Gewinne. Politik/Macht?

Aktuelles zB hier.

Oder der Bürgermeister/Politiker, der in Vorwahlzeiten “seine” ökonomische Wachstumskurve medial vermarktet – großer Beifall ist ihm (immer noch ?) sicher – trotz rasanter massiver Vernichtung fruchtbarer Ackerböden …

Wofür werden Überschüsse/Gewinne wieder verwendet? Wachstum, Infrastruktur, Bodenvernichtung … ein endloser Teufelskreis?

Weiterlesen zB auch hier: Vermögen/Reichtum, Globale Vermögensverteilung. Oder aktuell hier. Oder schauma öfta zum Himmel und lesen von den Gewinnen dort, seltener von der Erdzerstörung. “Weniger ist mehr”, könnte vlt auch hier ein erster Ansatz sein?

Stadt-Land-Konflikt des Mehr und Weniger. (ORF.at, 16.1.23).

Von wem werden wir beherrscht, unbewusst manipuliert, seriös informiert? Welche Götter verehren wir?

Die Red-Bull-Saga 3/3 (youtube, derstandard-podcast …). Weitere Eigenrecherche zum Thema “Kapitalismus” empfohlen.

5.1.23 derstandard.at: Börsenchefs haben schon die Jahresgage vieler Beschäftigter verdient … Das Gehaltsgefälle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist oft enorm. Vorstandschefs verdienen innerhalb weniger Tage das Medianeinkommen eines österreichischen Beschäftigten.

ebenda. Einkommensungleichheit. Mehr als nur fette Katzen … Börsenchefs haben schon eine Jahresgage, aber die Neiddebatte greift zu kurz

Größte Verlierer? Umwelt/Natur/Planet/Erde/Lebensqualität/Mensch? Augen auf! Es spielt sich seit Jahren auch direkt vor unserer Haustür ab.

Brauchen wir Wirtschaftswachstum? … die Antwort auf fast alles “…führt Wachstum zu Klimakrise, Artensterben, Abholzung und acht Millionen Toten im Jahr wegen Umweltschäden.” (arte tv).

Heilfasten fürs Klima. Interview mit Ulrike Herrmann.

Wachstum für Fortgeschrittene. (Die Presse, 18.12.22).

Ist Schrumpfen die einzige Rettung? Kapitalismus. Die kleine Raupe Nimmersatt.

Die Chancen auf Systemwandel im Kleinen: Konsumkritik als Placebo – taz.de ….Um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen, muss der Kapitalismus überwunden werden. 

“Ende Gelände” will gehört werden, poltert lautstark … systemchange not climatechange!

Dokumentarfilm „Planet of the Humans“: Kapitalismuskritik mit Fake-Facts – taz.de

Ene mene mei, flieg los Kartoffelbrei

I kauf mei Waschmaschin im Ort. Bürgerinitiative mobilisiert gegen Onlineriesen Amazon. (DerStandard.at, 13.1.23).

Verdammt zum ewigen Wachstum? Haben wir eine Wahl?

Fortschritt – der Taumel von einem Irrtum zum nächsten?

Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan.
Wie Fortschritt zum (alleinigen) Daseinszweck des Menschen geworden ist und wohin das geführt hat.
Was die “gebildete” Menschheit mit der Erde gemacht hat und weiter macht.
Regierungen und multinationale Konzerne werden immer öfter als Verantwortliche ausgemacht (und wir alle machen noch immer mit?).
Kompromissloser Blick auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus.

DokuTipp: Die Erdzerstörer

Die Sendung möchte ua. zeigen, wer für all das verantwortlich ist. Denn die Schuld an der Umweltkrise trägt nicht die Menschheit an sich – historisch gesehen trifft sie nur eine kleine Minderheit, als erstes Nordamerikaner und Europäer. Die reichsten 20 Prozent der Erdenbürger sind die schlimmsten CO2-Sünder, und ein Fünftel der Weltbevölkerung pflegt heute die verschwenderische Lebensweise, die sich bereits ab dem frühen 19. Jahrhundert im Bürgertum von Industrieländern und Kolonialmächten entwickelte.

Welches Erbe werden WIR, – werde ich, – unseren nächsten Generationen hinterlassen?

Grafiken zum Thema “Klima” (momentum).
Infografiken EU.

DokuTipp: Wem gehört die Welt?

Wem gehört die Welt – und warum vernichten wir unsere eigenen Lebensgrundlagen?

Die Gesetze des Marktes sind gnadenlos. Geld zu Geld machen, sind die Geschäfte der Börsen …. (Teil3: Von der Macht des Marktes). Oder: Der Einkommens-Unterschied zwischen unten/oben stieg seit den 1990ern ca um das 80fache bzw 312fache.

Beantwortet das die Frage, warum die Welt ist, wie sie gerade ist?

“Wir haben eine Armutsgrenze, warum keine Reichtumsgrenze?”, sagt Millionenerbin Engelhorn. (DerStandard 27.12.22).

Ist der Mensch der Krebs der Erde?”, fragt ein junger Mensch.

Klimaschutz und Armut. Topos.orf.at, Dez22

Die Geschichte des Reichtums.

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Wer ist dafür verantwortlich? Die da oben oder die dort unten?

Was/Wie viel/Wo kaufen wir, die da unten?

Wen wählen wir da unten und bemächtigen die dort oben?

zB den globalen Regenwaldvernichter in Brasilien dort oder den “lokalen”, regionalen, nationalen Bodenvernichter hier. Wo ist der Unterschied?

Nachhaltigkeit: 50 Jahre “Grenzen des Wachstums”: Ein halbes Jahrhundert nach dem aufrüttelnden Report „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome legt die Organisation nach: Der bisherige Bewusstseinswandel reiche nicht aus – Unternehmen müssen neben finanziellem auch ökologisches und soziales Kapital aufbauen anstatt es zu vernichten.

Ressourcenverbrauch seit 1970 vervierfacht: …. sei mit keiner Abnahme des weltweiten Rohstoffhungers in den nächsten Jahrzehnten zu rechnen …. Österreich: 1990/2015:. plus 52 %

Weitere Eigenrecherche empfohlen.

Während uns die einen noch immer diese zerstörerische Ideologie einreden, denken andere, kluge Menschen, schon länger über Lösungswege aus dem globalen Dilemma nach.

… wer sich mit dem Wachstumswahn einfach nicht abfinden kann, könnte vielleicht hier bei diesem Blog fündig werden. Newsletter-Anmeldung hier.

Wachsen oder Weichen ist alternativlos – momentan auch zB. in der Landwirtschaft, wie jeder von uns beobachten kann. Alle systemrelevanten Bereiche werden an die Wand gefahren – das erleben wir tagtäglich.

Aus dem Blog Postwachstum: Der Tretmühle von Wachstum und Arbeit entfliegen.

Hier ist wieder ein (wöchentlicher) Newsletter von Postwachstum vom 3.6.22. und vom 13.06.22

Jahrestagung “Ausgewachsen – Wirtschaften als gäbe es ein Morgen.” Tagung von IÖW und VÖW aus Anlass von 50 Jahren “Grenzen des Wachstums”.

23. Nov., 12-19 Uhr, Berlin. Mit Livestream-Anmeldung. “… Wir gehen von der These aus, dass ein Systemwechsel im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation nötig ist. Dieser muss an den wachstumsorientierten gesellschaftlichen Strukturen ansetzen. Nur so werden Leben und Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen möglich. Welche ökonomischen Rahmenbedingungen, politischen Konzepte und Experimente hierfür notwendig sind, wollen wir, das Institut und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung, mit Ihnen diskutieren.” 

Postwachstum und Degrowth

Wachstumskritik

Die Grenzen des Wachstums (3sat, Mediathek)

Viele Dokus in der Mediathek von zdf_neoWem gehört die Welt?

Auch interessant. Psychische Gesundheit und Kapitalismus. “…dass es im Kapitalismus postmodernen Zuschnitts wenig gibt, auf das sich zu hoffen lohnt…”

Bitte selber zum Thema weiter recherchieren.