Naturschutz-Umweltschutz-Klimawandel
 
Rettet den Sternenhimmel und die Artenvielfalt.

Rettet den Sternenhimmel und die Artenvielfalt.

Auffi schaun, Sterndal schaun…
Feldkirchen entdeckt den Nachthimmel.

Hörbeitrag zur Lichtverschmutzung (Radiowissen, Bayern2, 15:48 min)

Aus dem Podcast: Durchschnittliche Lichter strahlen heute doppelt so hell wie vor 30 Jahren. Diese enorme Helligkeit ist eine vielfältige und zusätzliche Belastung für die Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt. Experten fordern, dass das Thema “Lichtverschmutzung” sehr ernst genommen wird, damit nicht noch mehr und größere Ökosysteme völlig durcheinandergeraten. Denn: Nächtliches Dunkel und ein eindeutiger Tag-/Nachtrhythmus sind für die Natur und damit auch für uns Menschen überlebenswichtig.

Zusammenfassung und Tipps zur Reduzierung von Lichtverschmutzung: Beleuchtungsbedarf und “Sicherheitsgründe” kritisch hinterfragen und analysieren, nicht zu hell, nicht nach unten, bedarfsorientiert einsetzen, nachts deutlich reduzieren, wärmere Lichtfarbe wählen = Blauanteile minimieren.

Informationen zum Thema “Lichtverschmutzung”

“Das Beobachten von Sternschnuppen oder der Milchstraße in einer sternenklaren Nacht ist wegen der zunehmenden Himmelsaufhellung durch künstliches Licht nur mehr in wenigen Gebieten Europas möglich. 99 % der europäischen Bevölkerung leben unter lichtverschmutztem Himmel. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass in Oberösterreich die “Naturnacht” noch an einigen Orten so gut erhalten ist, dass Zertifizierungen als sogenannte Sternenparks möglich wären. Dies eröffnet ein neues, sich rasch entwickelndes Feld für Bildung, Erholung und Tourismus.” Quelle
Alles lässt sich vermarkten, immer und überall ein wirtschaftlicher Nutzen daraus schlagen. Anstatt Veränderungen, ein Umdenken langsam einzuleiten?

Fotos: Betriebsbaugebiet März 2022.

Von Lichtverschmutzung spricht man dann, wenn der Nachthimmel durch meist künstliche Lichtquellen aufgehellt wird, besonders wenn das Licht auch nach oben abgestrahlt wird.
Der Mangel an Dunkelheit hat viele störende Auswirkungen auf Flora und Fauna (zB Insektensterben), auf die biologischen Tag-Nacht-Zyklen von Tier und Mensch (zB Schlaflosigkeit) und auf die astronomischen Beobachtungen des Nachthimmels, zB. ist die Milchstraße in Städten und deren Speckgürtel/Umlandgemeinden nicht mehr sichtbar.

Die jährliche Aktion “EarthHour
* setzt ein Zeichen gegen Insektensterben und für Artenschutz
* gibt dem Nachthimmel und den Insekten wieder einen Wert
* weckt das Interesse an Astronomie
* macht Zusammenhänge bewusst
* soll den Sternenhimmel wieder sichtbar machen – wenn auch nur für eine Stunde.

Die Aktion macht auf die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht und seinen Folgen für Mensch, Umwelt und Natur aufmerksam. Sinnlos leuchtendes sowie fehl gelenktes Licht ist pure Energieverschwendung und schadet dem Klima. Das ist bekannt. Kaum bekannt ist, was Licht darüber hinaus noch alles anrichtet:

  • Es lässt den Sternenhimmel verblassen und macht den Schlaf weniger erholsam.
  • Es irritiert Pflanzen und lenkt Vögel auf ihre Zugrouten fehl.
  • Es tötet im Sommer hundertmilliardenfach Insekten, die uns und der Natur dann als Bestäuber sowie den meisten Tieren als Hauptnahrungsquelle fehlen.
  • Ganze Ökosysteme geraten wegen dieser sogenannten Lichtverschmutzung aus dem Takt

Lichtverschmutzung (Umweltberatung)

Links & Publikationen vom Land OÖ

Licht im Einklang mit Mensch und Natur (Publikat)

Messung Nachthimmelshelligkeit (Publikat)

Sternenfotografie & Sternenreisen – Sternenfotograf Dr. Dietmar Hager

Über die Auswirkungen der Lichtverschmutzung – Vortrag/Podcast Dietmar Hager

Gute Beleuchtung ist mehr als hell – Klimabündnis

Licht im Einklang mit Mensch und Natur – Neue Beleuchtung in oö Mustergemeinde Kirchschlag bei Linz (Publikat)

Österreichischer Leitfaden Außenbeleuchtung – Licht, das mehr nützt als stört (Publikat)

Besseres Licht – Alternativen zum Lichtsmog (Publikat)