Naturschutz-Umweltschutz-Klimawandel
 
Plastik – und das “ewige Leben”.

Plastik – und das “ewige Leben”.

Es tut sich was! Aktuelles gibt’s gleich hier zu lesen (danke S.L. für diese Info): WENIGER! less-plastic-Wochen Hartkirchen, 26.04. bis 07.05. – Vortrag über Plastik und viele weitere Umwelt-Themen in Hartkirchen (einzelne Seiten zum Ansehen) oder hier der Link zu einem TipsBericht

Gedanken und Wissen teilen über Plastik im folgenden Beitrag (weitere Eigenrecherche zum Thema empfohlen):

“Plastik ist leicht, billig, langlebig und überall zu finden. Es braucht bis zu 450 Jahre, bis es sich zersetzt. Nicht ganz ein Drittel des jährlich in Österreich anfallenden Plastikmülls (ca. 1 Mio.Tonnen) wird wiederverwertet, der Rest wird einfach verbrannt”. Global2000 informiert über Plastik.

Hier gibt es Infos über Mikroplastik. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind (noch) nicht bekannt. Jeder isst und trinkt bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche (das ist das Gewicht einer Kreditkarte – wöchentlich!!). Der Reifenabrieb unserer geliebten Autos leistet einen wesentlichen Beitrag. Infos auch hier. Plastik-frei leben – ist das überhaupt noch möglich? Plastikmüll jetzt auch in der Arktis angekommen (ORF.at).

Unzählige TV-Dokus zeigen die weltweit katastrophalen Auswirkungen der Plastikflut – zB PlasticPlanet (Video gibt’s in der Bücherei Feldkirchen zum Ausleihen).

Plastik zB. in der “ländlichen Dorfidylle im Speckgürtel von Linz” wird sichtbar in den regelmäßig prall gefüllten “gelben Säcken” vor den Häusern und Wohnanlagen, im Altstoffsammelzentrum – setzt die Politik hier auf möglichst bequeme Entsorgung statt auf Vermeidung? Und was trägt die Wirtschaft, jeder Einzelne, ich selber bei?
Ein Thema wäre auch der Alu-Dosen-Müll eines Milliardenkonzerns – Gewinne privatisieren, Schäden und Entsorgungsprobleme sozialisieren?

Vermüllung der LandschaftGreenwashing bei PlastikMikroplastik im Feld …. uvam

Plastik findet sich auch massenhaft auf den Feldern von (verpachteten) landwirtschaftlichen Flächen, zB. Erdbeeren, Gemüse. Was sagt wohl der Nachbar dazu, dem der Wind die Plastikfetzn regelmäßig auf seinen Acker weht, denke ich mir beim Spazierengehen durch Wald und Flur?
Von der Aussaat bis zur Ernte – Plastik, künstliche Bewässerung (mit laufendem Dieseltraktor), mehrmalige Ernten …
Die heimischen Lieferanten müssen zeitlich, preislich, qualitativ und quantitativ mit den Billigimporten aus Südeuropa und weltweit mithalten können (die Arbeitsbedingungen und Umweltschäden dort sind allgemein bekannt), ansonsten bleibt nur die Vernichtung der Ernte bzw. Teilen davon. Was tun? Wer tut was? Welchen Wert haben heute gesunde Böden, Lebensmittel und das tägliche Essen? Auch die Bodenvernichtung geht ungebrochen weiter?

Apropos Erdbeerren: Man könnte Erdbeeren vlt auch abfall- und plastikfrei am (Bio-)Feld selber pflücken – per Fahrrad?
Eine traurige Erdbeer-Geschichte erzählte mir vergangenes Jahr ein Biobauer aus dem Mühlviertel: Bereits das zweite Jahr in Folge hatte ihm das Wetter sein gesamtes, liebe- und mühevoll gepflegtes Erdbeerfeld mit einem Schlag vollkommen vernichtet, gerade als die Pflücksaison losging und er große Freude mit den wunderschönen Erdbeeren hatte. Wie viel Empathie haben wir dafür? Wie lange wird sich dieser Bauer das noch antun? Wie lange hält er es finanziell durch? Wie selbstverständlich wird die industrielle Nahrungsmittelproduktion bald sein, wenn der letzte “Kleinbauer” aufgibt und nur mehr noch eine Zahl in der “Höfesterben-Statistik” ist (von Politikern nur mit einem Achselzucken als Strukturbereinigung abgetan).

Kunststofffolien. Organische Mulchdecke oder Agrarfolie? Folieneinsatz.

Wer mit offenen Augen durch die Gegend radelt oder spaziert nimmt manches wahr – nachstehende Bildergalerie zum Thema “Plastik” ist dabei entstanden – nach der Ernte bzw. dem Ende der Pachtverträge werden Felder offensichtlich in diesem Zustand zurück gelassen? Wen kümmerts?