Dinge lange nützen heißt Umwelt  und Klima schützen.

Dinge lange nützen heißt Umwelt und Klima schützen.

Z u – v i e l – i s a t i o n .


Ghana erstickt in Altkleidern

Umweltdesaster an Ghanas Stränden

Designer-Mode aus der Tonne: Altkleider und ihr Weg um die Welt

Bohrmaschine und Mopskostüm zum Leihen – im Leihladen Wien-Ottakring.

Ein bisschen weniger … produzieren – kaufen – entsorgen.

Nur ein paar Überlegungen.

* Kleidung kaufen, tragen – oder auch nicht?

In den Altkleidersack, weiterschenken oder im Si Passione von Judith Allerstorfer in Audorf 18 vorbeischauen?

„In der heutigen Zeit wird gedankenlos, ohne Rücksicht auf die Ressourcen der Erde in großen Mengen Kleidung eingekauft. Es wird kaum ein Gedanke daran verschwendet, wie sehr die Umwelt durch die Erzeugung, aber auch durch die Entsorgung leidet. In meinem Shop möchte ich einen kleinen Beitrag zum nachhaltigen Gebrauch von Kleidung leisten. Ich nehme saubere Kleidung in gutem Zustand entgegen und gebe sie gegen einen geringen Unkostenbeitrag an meine Kunden und Kundinnen weiter.“ Judith informiert über SMS.

Wir könnten …

… durch Second-Hand-Käufe Konsumgütern zu einem längeren Leben verhelfen – Flohmärkte oder Second-Hand-Basare speziell für Kleidung, Kindersachen, Skis, Fahrräder oder Bücher gibt es immer wieder in und um Feldkirchen.

… die Umtauschbasare der Pfarren Feldkirchen und Lacken (Termine im Pfarrblatt), den Spielzeugflohmarkt (Termin im Gemeinde-Veranstaltungskalender) und den kleinen, feinen Secondhand-Shop Si Passione von Judith Allerstorfer (Infos oben) nutzen, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

* Auto kaufen, fahren – oder auch nicht?

Eigentlich wird ein Auto nur ca. 1,2 Stunden pro Tag genutzt – und sehr schnell wieder durch einen neuen (noch größeren, schwereren) High-Tech-Boliden ersetzt. Offen für Alternativen?

Wir könnten …

… vielleicht Car-Sharing fürs Zweitauto andenken? Frau L. sagte kürzlich: „Wir überlegen unser Zweitauto zu verkaufen und würden gerne Carsharing-Angebote nutzen.“ Eine andere erzählt, dass sie mit guten Bekannten ihr Auto manchmal teilt. Aktuell erleben wir einen Wohnmobil-Boom. Wer teilt schon gerne seinen fahrbaren Luxus-Untersatz?

… Oder wie wär’s mit Tiny-Autos statt schwerer Ein-Personen-SUVs für den täglichen Pendlerstau (Infos dazu im Internet) ?

* Spielzeug kaufen, spielen – oder auch nicht?

Brauchen Kinder tatsächlich derartige Mengen von (Plastik-)Spielzeug und technischen Geräten?
Freut sich vielleicht jemand über gut erhaltenes Spielzeug? Man könnte es weitergeben, verschenken oder aufheben?

Wir könnten …

reparieren (lassen) und damit den Dingen wieder einen Wert geben – im RepairCafe Feldkirchen wird jeden ersten Mittwoch im Monat von Freiwilligen alles Mögliche repariert.
… (Spielzeug-)Flohmärkte oder Tauschbörsen nutzen.
…. Plastik vermeiden, wo immer es möglich ist (Infos über Plastikmüll zB bei Greenpeace oder Film „Plastic Planet“)

* Buch kaufen, lesen – oder auch nicht?

Bücher (und Zeitschriften), soweit das Auge reicht. Ab ins Bücherregal oder ins ASZ?

Wir könnten …

… Bücher mit anderen teilen oder weiterschenken
… die Öffentliche Bibliothek im Pfarrhof Feldkirchen verstärkt nutzen – der kleine feine Treffpunkt mit fixen Öffnungszeiten!

Wir könnten darüber nachdenken …


* Was schon da ist, muss nicht neu produziert werden – das verringert Ressourcenverbrauch und riesige Müllberge.
* Was geteilt wird, muss nicht neu gekauft werden – das spart wertvolle Rohstoffe und Geld.
* Was mehrmals verwendet wird – das wäre ein erster Schritt.

Wir könnten auch …

Dinge leihen als immer sofort neue zu kaufen – der Siedlerverein Feldkirchen zB. verleiht Gartengeräte und Werkzeuge.
Sachen gemeinsam nutzen, zB. Kinderspielzeug, Trampolin, Pools, Baumhäuser vlt mit den Nachbarskindern ?
… Sachen gebraucht kaufen? zB. willhaben.at, refurbed.at

Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, sollte sich vor jeder Anschaffung einige Fragen stellen:
* Brauche ich es wirklich und unbedingt?
* Muss es wirklich neu sein?
* Kann es mit anderen genutzt/geteilt werden?
* Wie, wo, wann werde ich es wieder entsorgen (müssen)?

Wir könnten auch nachdenken …

… über die Macht der globalen Konzerne und ihre unvorstellenbaren Profite (auf wessen Kosten?)

… über unsere tägliche Mediennutzung (die vielen anderen technischen Spielereien) und dem damit verbundenen ökologischen Fußabdruck und Stromverbrauch

… über den täglichen Wasserverbrauch in den Industrieländern (besonders im Sommer, als Gemeinde mit vielen Natur-Badeseen)

Lassen sich Trends und erfolgreiche Werbebotschaften aufhalten. Wer/Was zieht uns wohin? Wer zahlt den Preis?

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